Der Regisseur und Performer Johannes Dullin vermittelt in diesem Workshop ein Instrumentarium, welches Bühnen-darstellern und allen an Körperarbeit Interessierten hilft, ihren Bewegungsspielraum neu zu entdecken und zu erweitern, indem ihr Bewusstsein für die unmittelbare Umgebung geschärft und der Körper für eine organisch-sinnliche Reaktion sensibilisiert wird. Dabei steht nicht die ästhetisch vollendete Form einer Bewegung, sondern vielmehr ihr unmittelbarer, roher Ausdruck im Vordergrund - ihr "Beweggrund" sozusagen.
Ziel des Workshops ist es, den Körper und seine konkrete Umgebung als Inspirationsquelle zu nutzen: Durch die Neugier an der Konfrontation mit den Gegebenheiten und die Bereitschaft zur Hingabe entsteht ein spielerischer Dialog. Als Ausgangsmaterial dienen dabei zunächst einfache Bewegungen und Gesten, die fokussiert, weiterverfolgt und entwickelt werden. Überraschende Momente zwischen brachialer Albernheit und tiefer Poesie entstehen. Die vermittelte Methode kann im Alltag übernommen und auf jeden kreativen Arbeitsprozess übertragen werden. Sie motiviert zu einem spielerischen Dialog mit der uns umgebenden Realität und fördert einen unvoreingenommenen, geschärften Blick für das Hier und Jetzt.
Realität ist eine Bewegung.

2004 - 2011 regelmässige Regiearbeiten und Projekte mit Banality Dreams und Authentic Boys, Theater mit Jugendlichen und Behinderten und Kurse in Mexiko City, Oslo, Berlin, Verscio, Köln und Stuttgart. Mit "The Spontaneous Sculpture of the Poo" hat Banality Dreams den Preis der Jury auf dem 100° Festival im Hebbel am Ufer, Berlin gewonnen. Sein Film "Threesome" erhält 2011 den Förderpreis bei den Kurzfilmtagen in Winterthur. Aufführungen und Festivals in Deutschland, Norwegen, Dänemark, Holland, Russland, Ungarn, Polen, Schweiz, Spanien und Italien. Mit dem Workshop „Banalität und Tiefe“ ist Johannes Dullin regelmässiger Dozent an der Scuola Teatro Dimitri. Lebt als glücklicher Vater in Berlin.

